Fotokunst und Stadtgeschichte
LostPlaces in Karlsruhe entdecken
Im Stadtmuseum Karlsruhe ist derzeit die Fotoausstellung „Lost Places“ von Harald Wacker zu sehen. Wir haben die Ausstellung besucht und waren besonders von den eindrucksvollen Aufnahmen begeistert, die vergessene und veränderte Orte der Stadt auf ganz besondere Weise sichtbar machen.
Die Fotografien zeigen Gebäude nicht nur von außen, sondern geben auch spannende Einblicke in die Innenräume. So entstehen Bilder, die oft noch den Zustand dieser Orte festhalten, bevor sie vollständig verändert wurden. Zu sehen sind unter anderem das ehemalige Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn, das Tullabad und die Seifenfabrik F. Wolff & Sohn.


Besonders interessant ist dabei die Verbindung aus Fotografie und Stadtgeschichte. Ergänzt werden die Aufnahmen durch historische Objekte aus den jeweiligen Zusammenhängen. Dazu gehören etwa eine originale Mütze eines Bahnmitarbeiters, Kosmetikartikel oder Gemälde aus Künstlerateliers. Solche Exponate schlagen eine eindrucksvolle Brücke in die Vergangenheit und machen deutlich, welche Geschichten hinter den verlassenen oder umgenutzten Orten stehen.
Spannende Informationen gibt es auch zu den einzelnen Gebäuden selbst. So erfährt man etwa, dass die Marke Kaloderma in Karlsruhe hergestellt wurde. Dadurch wird die Ausstellung nicht nur zu einem visuellen Erlebnis, sondern auch zu einer interessanten Reise durch die Industrie- und Alltagsgeschichte der Stadt.

Ein besonderes Highlight ist außerdem das Escape Game „Der letzte Badetag“. In diesem interaktiven Spiel können Besucherinnen und Besucher ohne Anmeldung und in etwa 40 Minuten in die Geschichte des früheren Tullabads eintauchen. Das macht den Ausstellungsbesuch auch für Familien und jüngere Gäste besonders abwechslungsreich.


Die Ausstellung „Lost Places“ von Harald Wacker ist noch bis 7. Februar 2027 im Stadtmuseum Karlsruhe zu sehen und lohnt sich für alle, die sich für Fotografie, Stadtgeschichte und besondere Karlsruher Orte interessieren.