Verbesserter Service für mobilitäts-eingeschränkte Fahrgäste im Stadtbahntunnel
QR-Codes an Aufzügen der Haltestellen verlinken auf „Karlsruhe barrierefrei“
Schneller und direkter Zugang per Smartphone-Scan: Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) haben an den Aufzügen des Karlsruher Stadtbahntunnels neue Aufkleber mit QR-Codes installiert. Der QR-Code führt direkt auf die städtische Online-Plattform „Karlsruhe barrierefrei“ (karlsruhe.de/barrierefrei). Dort erhalten die Nutzerinnen und Nutzer umfangreiche Informationen zur Barrierefreiheit an zentralen Orten im Stadtgebiet und können unter anderem auch den aktuellen Betriebsstatus der Aufzüge im Stadtbahntunnel abrufen.
Dieser Service richtet sich insbesondere an mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie an Menschen, die mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen im ÖPNV unterwegs sind.
„Mit den QR-Codes machen wir dieses digitale Angebot auch im öffentlichen Raum sichtbar. Die neuen Aufkleber an den Aufzügen schaffen eine direkte und niedrigschwellige Verknüpfung zwischen unserer Bahn-Infrastruktur und diesem digitalen Informationsangebot und sollen auch dazu beitragen, die Website ‚Karlsruhe barrierefrei‘ noch bekannter zu machen“, erklärt Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der VBK.
Digitales Angebot „Karlsruhe barrierefrei“
Das digitale Angebot „Karlsruhe barrierefrei“ kann als Web-App auf mobilen Geräten und von Desktop-PCs genutzt werden. Es bündelt bereits seit Längerem umfangreiche Informationen zur Barrierefreiheit in der Fächerstadt und wird kontinuierlich um weitere Inhalte ergänzt. Dazu zählen beispielsweise Angaben zur Ausstattung von Gebäuden mit barrierefreien Zugängen oder behindertengerechten Toiletten oder auch Hinweise zur Erreichbarkeit von Bahnhaltestellen – dies betrifft auch den aktuellen Betriebsstatus der Aufzugsanlagen im Stadtbahntunnel.
„Insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bedeuten diese Informationen mehr Selbstständigkeit und Planungssicherheit bei der Nutzung des ÖPNV. Wer bereits vor oder während der Fahrt in die Innenstadt den Betriebszustand der Tunnel-Aufzüge kennt, kann seine Route gegebenenfalls anpassen, alternative Routen wählen und unnötige Umwege vermeiden“, macht Ulrike Wernert, die kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Karlsruhe, deutlich.
Barrierefreiheit auch kommunikativ
Mit der Maßnahme unterstreichen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe ihren Anspruch, Barrierefreiheit nicht nur baulich, sondern auch kommunikativ konsequent weiterzuentwickeln. „Barrierefreiheit endet nicht bei Rampen oder Aufzügen – sie umfasst auch den einfachen Zugang zu aktuellen Informationen“, betont Christian Höglmeier.
Umgesetzt wurde das Projekt von den VBK in Kooperation mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), der kommunale Behindertenbeauftragten der Stadt Karlsruhe, der Projektstelle Web-App „Karlsruhe barrierefrei“ und dem städtischen Liegenschaftsamt.
(Titelbild: Am Karlsruher Marktplatz testen (von rechts) Christian Höglmeier (technischer Geschäftsführer der VBK), Ulrike Wernert (kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Karlsruhe), Artur Bundnik (Projektstelle Web-App „Karlsruhe barrierefrei“) und Marcus Albert (System-Administrator „Karlsruhe barrierefrei“) die neuen QR-Codes an den Stadtbahntunnel-Aufzügen, über die die Nutzerinnen und Nutzer schnell und direkt auf die Seite „Karlsruhe barrierefrei“ gelangen. © KVV, Nicolas Lutterbach)